CARU care — Gesammelte Abschnitte (Daten & Fakten)

Daten und Fakten von CARU care

CARU care setzt neue Standards in Sachen Sicherheit und Prävention. Doch Innovation bringt Erklärungsbedarf mit sich und Hausnotrufkunden dürfen zu Recht kritisch sein. Bestimmt haben Sie im Beratungsgespräch schon Fragen gehört wie:

  • Brauche ich wirklich einen Sturzsensor?
  • Ist die Trinkerinnerung nicht nur Spielerei?
  • Reicht nicht auch meine Apple-Watch?

Damit Sie auf diese Fragen immer die perfekte Antwort parat haben, haben wir Ihnen einen „Spickzettel“ zusammengestellt. Einfach. Klar. Verständlich.

Hier finden Sie eine Sammlung des Wissens aus eigener Datengrundlage sowie aktueller Forschung: aufbereitet durch das CARU Team.

Kontakt & Hintergrund Alle hier gezeigten Tests und Darstellungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Bei weiteren Fragen zu den Messmethoden oder dem Wunsch nach der Herausgabe spezifischer Daten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Notfall

Warum ist ein Sturzsensor essenziell?

Weil im Ernstfall oft niemand drückt und der Sturzsensor die Entscheidung abnimmt, ob Hilfe geholt werden soll oder nicht. Die Auswertung von über 145.000 Hausnotruf-Teilnehmern* zeigt: Bei leichteren Stürzen, bei denen eine Pflege oder Betreuungsperson eingreifen muss, wird der rote Knopf nur von der Hälfte der Menschen gedrückt. Bei schweren Stürzen mit Krankenhauseinweisung sind es rund 30% weniger. Oft mit gravierenden Folgen. Nicht immer kann die Person den Knopf nicht drücken. Oft bleibt der Knopf aus anderen Gründen stumm:

  • Sieht keinen Anlass Fühlt sich nach dem Sturz unverletzt und meldet ihn nicht — die Folgen zeigen sich oft erst später.
  • Will nicht drücken Möchte Angehörigen oder Betreuenden nicht zur Last fallen und seine Selbstständigkeit nicht infrage stellen.
  • Vergisst zu drücken Etwa bei kognitiver Beeinträchtigung — oder im Schock direkt nach dem Sturz.
  • Kann nicht drücken Bei Bewusstlosigkeit oder Schlaganfall, oder weil der Knopf nicht angelegt bzw. ausser Reichweite ist.
* Datenbasis: 145.315 Nutzerinnen und Nutzer, über 70.000 Stürze in 2,5 Jahren. Quellen: Philips Lifeline White Paper „PERS with Optimized Automatic Fall Detection“, 2015; Gründe für nicht ausgelöste Notrufe: ebd. sowie Fleming & Brayne, BMJ 2008;337:a2227.
Notfall

Warum ist ein schnelles Auffinden nach einem schweren Sturz wichtig?

Die meisten Stürze enden glimpflich — gefährlich wird vor allem die Zeit danach. Studien zeigen, dass die Sterblichkeit Gestürzter innerhalb eines Jahres rund viermal höher lag als in einer Kontrollgruppe — obwohl die meisten nur leichte Verletzungen hatten. Am dramatischsten war die Liegezeit selbst: Von denen, die länger als eine Stunde am Boden lagen, starb die Hälfte innerhalb von sechs Monaten, auch ohne direkte Sturzverletzung. Je schneller Hilfe eintrifft, desto besser die Prognose — genau deshalb bietet CARU care verschiedene Auslösemöglichkeiten.

Verstorbene innerhalb 1 Jahr nach Sturz 30 % 20 % 10 % 6 % Kontrollgruppe 8 von 125 Personen 26 % Gestürzte 32 von 125 Personen · rund 4× höher
Sterblichkeit innerhalb eines Jahres nach einem Sturz, verglichen mit einer nach Alter und Geschlecht gematchten Kontrollgruppe (je n = 125). Quelle: Wild, Nayak & Isaacs, BMJ 1981 / J Epidemiol Community Health 1981.
Notfall

Warum sollte ein Hausnotrufgerät neben der Sturzerkennung auch eine Sprachauslösung haben?

Die meisten Stürze passieren am frühen Morgen. Gerade dann ist der Notrufknopf oft nicht erreichbar. Dank der intuitiven Sprachauslösung kann in diesen Fällen Hilfe gerufen werden.

Schon heute geht fast jeder dritte Alarm (31 %) per Sturzerkennung oder Stimme ein — ganz ohne Knopfdruck. Ein klassischer Notrufknopf allein hätte diese Notsituationen möglicherweise nicht erkannt.

Wie CARU Alarme heute ausgelöst werden 16 % 15 % Armband · 68 % Sturz Stimme Sturz + Stimme: 32 % aller Alarme — Hilfe ganz ohne Knopfdruck
Verteilung der Auslösearten Sturz, Stimme und Armband. Auswertung von 11.497 Alarmen aus CARU-Geräten, davon 1.873 Sturzalarme.
Notfall

Warum bietet die Sturzerkennung einer Smartwatch keine ausreichende Absicherung?

Normale Smartwatches sind für aktive Menschen und Sportunfälle gemacht. Sie schlagen nur Alarm, wenn jemand schnell und sehr hart auf den Boden stürzt. Ältere Menschen stürzen jedoch oft anders: Sie sacken langsam zusammen, rutschen an einem Möbelstück ab oder fallen weich auf einen Teppich. Eine Smartwatch erkennt das oft gar nicht. Ein spezieller Sturzsensor wie der Vibby OAK erkennt hingegen auch altersbedingte Stürze. Deshalb holt er auch bei diesen tendenziell "weichen" Stürzen zuverlässig Hilfe.

Notfall

Warum verwendet CARU den Vibby OAK Sturzsensor?

Weil er bei über 1.5 Millionen Nutzer*innen erfolgreich im Einsatz ist und auch dann hinsieht, wenn handelsübliche Geräte den Ernst der Lage nicht bemerken. In unseren umfassenden Laborversuchen hat der Vibby OAK Sensor fast doppelt so viele Stürze erkannt als die beste getestete Smartwatch. Mit dieser hohen Zuverlässigkeit bietet er den besten Schutz, der momentan am Markt verfügbar ist.

Referenz (Beste Smartwatch) 2,7× Vibby Oak Sensor 50 Stürze getestet Samsung Watch 40 Stürze getestet 0 Alarme Apple Watch 40 Stürze getestet
Relative Erkennungsquote im Vergleich zur besten Smartwatch. Getestet bei Vorwärtsstürzen (Frontalstürzen) auf dämpfendem Untergrund. Ergebnisse aus unseren internen Praxistests.

Wie haben wir das getestet?

Damit sich unsere Testpersonen bei den Versuchen nicht verletzen, haben sie sich absichtlich vorwärts auf eine dicke, weiche Luftmatratze fallen lassen. Diese Matte simuliert sehr gut einen alltagstypischen "gedämpften" Sturz – zum Beispiel auf einen Teppichboden oder wenn man an einer Wand hinabgleitet. Die Personen trugen dabei gleichzeitig Smartwatches und den Vibby OAK Sensor am Handgelenk. Das Ergebnis war eindeutig: Die Smartwatches dachten, es sei nichts Schlimmes passiert und blieben fast immer stumm. Der spezielle Sturzsensor erkannte die Gefahr trotz der weichen Matte und schlug zuverlässig Alarm.

Prävention

Warum sollte ein Hausnotrufgerät dabei unterstützen, Stürze vorzubeugen?

Weil ein Sturz oft mehr auslöst als einen einmaligen Notfall: Angst vor dem nächsten Sturz, Hüftfrakturen, höhere Pflegekosten und ein erhöhtes Sterberisiko. Ein Hausnotrufgerät sollte deshalb nicht nur alarmieren, sondern auch helfen, Risiken früh zu erkennen und Stürze zu vermeiden.

Prävention

Warum ist frische Luft mehr als eine Spielerei?

Hohes CO₂ ist das Zeichen für schlechte Lüftung. Steigt die Konzentration auf über 1.000 ppm, tritt gegenüber gut belüfteten Räumen Schwindel rund 3-mal so oft auf und Müdigkeit rund doppelt so häufig — beides zählt zu den Sturz-Risikofaktoren im Alter: Bei nachlassender Kognition steigt das Sturzrisiko aufs Zwei- bis Dreifache. Die CO₂-Ampel von CARU care misst die Luftqualität kontinuierlich und erinnert ans Lüften, bevor schlechte Luft zum Risiko wird. So beginnt Sicherheit schon lange vor dem Sturz.

Frische Luft · 500 ppm Stickige Luft · 1.000 ppm Schwindel 2,7× so häufig Müdigkeit 2,1× so häufig
Wie viel häufiger Schwindel und Müdigkeit auftreten, wenn die Raumluft von 500 auf 1.000 ppm CO₂ ansteigt (frische Luft = Ausgangswert). Modellhaft hochgerechnet aus Lu et al., Int. J. Environ. Res. Public Health 2015 (+22 % Schwindel, +16 % Müdigkeit je 100 ppm CO₂). Sturzrisiko bei eingeschränkter Kognition: Voß et al., PLoS ONE 2024.
Prävention

Warum ist es wichtig, sich ans Lüften erinnern zu lassen?

Weil die CO₂-Ampel bei Nutzer*innen die Zeit, in der sie sich in schlechter Luft befinden, um bis zu 70 % reduziert.

Haushalte mit aktiver CO₂-Ampel verbringen deutlich weniger Zeit in Räumen mit über 1.000 ppm CO₂. Im Wohnzimmer sinkt die Schlechte-Luft-Zeit tagsüber von 4,4 auf 1,4 Stunden pro Tag (−68 %), im Schlafzimmer nachts von 5,4 auf 3,6 Stunden (−33 %). Die Ampel erinnert rechtzeitig ans Lüften — bevor die Luft zum Risiko wird.

Anzahl Stunden pro Tag mit schlechter Luft

6 h 4 h 2 h 1,4 h 4,4 h Wohnzimmer · Tag 07–21 Uhr · −68 % 3,6 h 5,4 h Schlafzimmer · Nacht 21–07 Uhr · −33 % Ampel EIN Ampel AUS Ampel EIN Ampel AUS
Ø Stunden pro Tag mit CO₂ über 1.000 ppm, Messzeitraum Sep 2025 – Jun 2026 (Geräte ohne automatische Lüftung). Quelle: CARU-Analyse, Analytics Week 2026.
Prävention

Warum müssen Menschen mit chronischen Krankheiten besonders auf ihren Flüssigkeitshaushalt achten?

Menschen mit chronischen Krankheiten müssen besonders aufmerksam sein, da Erkrankungen wie ein schlecht eingestellter Diabetes oder die Einnahme mehrerer Medikamente das Dehydrationsrisiko drastisch erhöhen. Ein vernachlässigter Flüssigkeitshaushalt mindert rasch die kognitive Vitalität und begünstigt gefährliche Schwindel- und Sturzereignisse.

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Erhöhtes Dehydrationsrisiko bei Demenz

[1]The Journal of mHealth. (2021). The Influence Dehydration has on the Cognitive Status of People Aged 65 and Over in Social Care Settings.
[2]Li, S., Xiao, X., & Zhang, X. (2023). Hydration status in older adults: Current knowledge and future challenges. Nutrients, 15(11), 2609. https://doi.org/10.3390/nu15112609
[3]Hamrick, I., et al. (2020). Association Between Dehydration and Falls. Mayo Clinic Proceedings: Innovations, Quality & Outcomes, 4(3), 259-265.

Prävention

Warum ist es wichtig, sich ans regelmässige Trinken erinnern zu lassen?

Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr beeinträchtigt die Gesundheit massiv: Bereits 1 bis 2 % Flüssigkeitsverlust verschlechtern das Kurzzeitgedächtnis. Zudem verdoppelt Dehydration die Schlaganfallsterblichkeit, verlängert Krankenhausaufenthalte und erhöht das Sturzrisiko um 13 %. Ein proaktives Hydratationsmanagement wirkt dem effektiv entgegen: Digitale Trink-Erinnerungen (Ziel: 1,5 Liter/Tag) reduzieren das Sturzrisiko von Bewohnerinnen und Bewohnern nachweislich um 33 %.

Basisrisiko +13 % Dehydriert Risikoanstieg Basis Ohne Trinkerinnerung Referenzwert –33 % Mit Trinkerinnerung Risikoreduktion
Veränderung des relativen Sturzrisikos durch den Wasserhaushalt.
Quellen:
Hamrick, I., et al. (2020). Association Between Dehydration and Falls. Mayo Clinic Proceedings: Innovations, Quality & Outcomes, 4(3), 259-265.
The Journal of mHealth. (2021). The Influence Dehydration has on the Cognitive Status of People Aged 65 and Over in Social Care Settings.