CARU care — Daten & Fakten (Spickzettel)

Daten und Fakten von CARU care

CARU care setzt neue Standards in Sachen Sicherheit und Prävention. Doch Innovation bringt Erklärungsbedarf mit sich und Hausnotrufkunden dürfen zu Recht kritisch sein. Bestimmt haben Sie im Beratungsgespräch schon Fragen gehört wie:

  • Brauche ich wirklich einen Sturzsensor?
  • Ist die Trinkerinnerung nicht nur Spielerei?
  • Reicht nicht auch meine Apple-Watch?

Damit Sie auf diese Fragen immer die perfekte Antwort parat haben, haben wir Ihnen einen „Spickzettel" zusammengestellt. Einfach. Klar. Verständlich.

Hier finden Sie tiefergehende Erkenntnisse aus eigener Datengrundlage sowie aktueller Forschung – aufbereitet durch das CARU Team.

Kontakt & Hintergrund Bei Fragen zu Messmethoden oder bei Interesse an spezifischen Daten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Notfall

Warum ist ein Sturzsensor essenziell?

Weil im Ernstfall oft niemand drückt und der Sturzsensor die Entscheidung abnimmt, ob Hilfe geholt werden soll oder nicht. Die Auswertung von über 145.000 Hausnotruf-Teilnehmern zeigt: Bei leichteren Stürzen, bei denen eine Pflege oder Betreuungsperson eingreifen muss, wird der rote Knopf nur von der Hälfte der Menschen gedrückt. Bei schweren Stürzen mit Krankenhauseinweisung drücken nur rund 70 %. Oft mit gravierenden Folgen. Nicht immer kann die Person den Knopf nicht drücken. Oft bleibt der Knopf aus anderen Gründen stumm:

  • Sieht keinen Anlass Fühlt sich nach dem Sturz unverletzt und meldet ihn nicht. Die Folgen zeigen sich oft erst später.
  • Will nicht drücken Möchte Angehörigen oder Betreuenden nicht zur Last fallen und seine Selbstständigkeit nicht infrage stellen.
  • Vergisst zu drücken Etwa bei kognitiver Beeinträchtigung oder im Schock direkt nach dem Sturz.
  • Kann nicht drücken Bei Bewusstlosigkeit oder Schlaganfall, oder weil der Knopf nicht angelegt bzw. ausser Reichweite ist.
Datenbasis: 145.315 Nutzerinnen und Nutzer, über 70.000 Stürze in 2,5 Jahren.
Quellen: Philips Lifeline White Paper „PERS with Optimized Automatic Fall Detection“, 2015; Fleming & Brayne, BMJ 2008.
Notfall

Warum ist ein schnelles Auffinden nach einem schweren Sturz wichtig?

Die meisten Stürze sind nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Entscheidend ist oft die Zeit danach. Denn etwa die Hälfte der älteren Menschen, die schwer stürzen, kann ohne Hilfe nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen. Wer dann eine Stunde oder länger am Boden liegt (in der Fachsprache ein „Long Lie"), riskiert ernste Folgen, unabhängig davon, ob der Sturz selbst zu einer Verletzung geführt hat.

Ab etwa zwei Stunden am Boden kommen körperliche Komplikationen hinzu: Dehydration, Druckstellen, Muskelschädigung, Unterkühlung und Lungenentzündung. Langes Liegen ist zudem eng mit schwereren Verletzungen und Krankenhauseinweisungen verbunden.

Was nach einem Sturz zählt, ist die Zeit am Boden

Am Boden „Long Lie“ Komplikationen Sturz ab 1 Std. ab 2 Std.
Rund die Hälfte der nicht verletzten, zu Hause lebenden Gestürzten kann ohne Hilfe nicht aufstehen. „Long Lie" (Liegen ab 1 Std.) sowie Komplikationen ab 2 Std. (Dehydration, Druckstellen, Muskelschädigung, Unterkühlung, Lungenentzündung).
Quellen: Rubenstein, Age and Ageing 2006; Koschate-Storm et al., BMC Geriatr 2026; Fleming & Brayne, BMJ 2008.
Notfall

Warum sollte ein Hausnotrufgerät neben der Sturzerkennung auch eine Sprachauslösung haben?

Die meisten Stürze passieren am frühen Morgen. Gerade dann ist der Notrufknopf oft nicht erreichbar. Dank der intuitiven Sprachauslösung kann in diesen Fällen Hilfe gerufen werden.

Schon heute geht fast jeder dritte Alarm (31 %), der von CARU care abgesetzt wurde, per Sturzerkennung oder Stimme ein, ganz ohne Knopfdruck. Ein klassischer Notrufknopf allein hätte diese Notsituationen möglicherweise nicht erkannt.

Wie CARU Alarme heute ausgelöst werden 16 % 15 % Armband · 69 % Sturz Stimme Sturz + Stimme: 31 % aller Alarme. Hilfe ganz ohne Knopfdruck
Verteilung der Auslösearten Sturz, Stimme und Armband. Auswertung von 11.497 Alarmen aus CARU-Geräten, davon 1.873 Sturzalarme.
Quelle: CARU Datenbasis
Notfall

Warum bietet die Sturzerkennung einer Smartwatch keine ausreichende Absicherung?

Normale Smartwatches sind für aktive Menschen und Sportunfälle gemacht. Sie schlagen nur Alarm, wenn jemand schnell und sehr hart auf den Boden stürzt. Ältere Menschen stürzen jedoch oft anders: Sie sacken langsam zusammen, rutschen an einem Möbelstück ab oder fallen weich auf einen Teppich. Eine Smartwatch erkennt das oft gar nicht. Ein spezieller Sturzsensor wie der Vibby OAK erkennt hingegen auch altersbedingte Stürze. Deshalb holt er auch bei diesen tendenziell „weichen" Stürzen zuverlässig Hilfe.

Notfall

Warum verwendet CARU den Vibby OAK Sturzsensor?

Weil er bei über 1.5 Millionen Nutzer erfolgreich im Einsatz ist und auch dann reagiert, wenn handelsübliche Geräte den Ernst der Lage nicht bemerken. In unseren umfassenden Laborversuchen hat der Vibby OAK Sensor fast doppelt so viele Stürze erkannt wie die beste getestete Smartwatch. Mit dieser hohen Zuverlässigkeit bietet er den besten Schutz, der momentan am Markt verfügbar ist.

Referenz (Beste Smartwatch) 1,7× Vibby Oak Sensor 191 Stürze getestet Samsung Watch 111 Stürze getestet 0 Alarme Apple Watch 160 Stürze getestet
Relative Erkennungsquote im Vergleich zur besten Smartwatch. Getestet wurden 4 verschiedene Sturzmuster (vorwärts, rückwärts, seitlich).
Quelle: CARU Datenbasis

Wie haben wir das getestet?

Unsere Testpersonen haben sich nach 4 verschiedenen Mustern auf eine Matratze fallen lassen. Diese Matte simuliert einen typischen „gedämpften" Sturz im Alltag, etwa auf einen Teppich oder ein langsames Herabgleiten an einer Wand. Für den Vergleich wurden jeweils zwei verschiedene Sturzsensoren gleichzeitig getragen.

Prävention

Warum sollte ein Hausnotrufgerät unterstützen, Stürze vorzubeugen?

Weil ein Sturz selten ein alleinstehendes Ereignis bleibt. Er kann eine ganze Kette von Folgen anstossen: Angst vor dem nächsten Sturz, Hüftfrakturen, den Verlust der Selbstständigkeit bis hin zur Pflegebedürftigkeit und ein deutlich erhöhtes Sterberisiko. Ein Hausnotrufgerät sollte deshalb nicht nur im Ernstfall alarmieren, sondern auch helfen, Risiken früh zu erkennen und Stürze von vornherein zu vermeiden.

Prävention

Warum ist frische Luft mehr als eine Spielerei?

Hohes CO₂ ist das Zeichen für schlechte Lüftung. Steigt die Konzentration auf über 1.000 ppm, tritt gegenüber gut belüfteten Räumen Schwindel rund 3-mal so oft auf und Müdigkeit rund doppelt so häufig. Beides zählt zu den Sturz-Risikofaktoren im Alter: Bei nachlassender Kognition steigt das Sturzrisiko aufs Zwei- bis Dreifache. Die CO₂-Ampel von CARU care misst die Luftqualität kontinuierlich und erinnert ans Lüften, bevor schlechte Luft zum Risiko wird. So beginnt Sicherheit schon lange vor dem Sturz.

Frische Luft · 500 ppm Stickige Luft · 1.000 ppm Schwindel 2,7× so häufig Müdigkeit 2,1× so häufig
Wie viel häufiger Schwindel und Müdigkeit auftreten, wenn die Raumluft von 500 auf 1.000 ppm CO₂ ansteigt (frische Luft = Ausgangswert). Modellhaft hochgerechnet aus Lu et al., Int. J. Environ. Res. Public Health 2015 (+22 % Schwindel, +16 % Müdigkeit je 100 ppm CO₂). Sturzrisiko bei eingeschränkter Kognition: Voß et al., PLoS ONE 2024.
Quellen: Lu, Int. J. Environ. Res. Public Health, 2015; Li, Age and Ageing, 2024; Pana, Int J Ort Trauma, 2021; Mirelman, PLos One, 2012.
Prävention

Warum ist es wichtig, sich ans Lüften erinnern zu lassen?

Weil die CO₂-Ampel bei Nutzer die Zeit, in der sie sich in schlechter Luft befinden, um bis zu 70 % reduziert.

Haushalte mit aktiver CO₂-Ampel verbringen deutlich weniger Zeit in Räumen mit über 1.000 ppm CO₂. Im Wohnzimmer sinkt die Schlechte-Luft-Zeit tagsüber von 4,4 auf 1,4 Stunden pro Tag (−68 %), im Schlafzimmer nachts von 5,4 auf 3,6 Stunden (−33 %). Die Ampel erinnert rechtzeitig ans Lüften, bevor die Luft zum Risiko wird.

Anzahl Stunden pro Tag mit schlechter Luft

6 h 4 h 2 h 1,4 h 4,4 h Wohnzimmer · Tag 07–21 Uhr · −68 % 3,6 h 5,4 h Schlafzimmer · Nacht 21–07 Uhr · −33 % Ampel EIN Ampel AUS Ampel EIN Ampel AUS
Ø Stunden pro Tag mit CO₂ über 1.000 ppm, Messzeitraum Sep 2025 – Jun 2026 (Geräte ohne automatische Lüftung).
Quelle: CARU Datenbasis
Prävention

Warum müssen Menschen mit chronischen Krankheiten besonders auf ihren Flüssigkeitshaushalt achten?

Bei chronischen Krankheiten treffen zwei Dinge zusammen. Erstens lässt im Alter das Durstgefühl nach. Der Körper meldet zu wenig zuverlässig, dass er Flüssigkeit braucht. Zweitens erhöhen viele Erkrankungen und ihre Medikamente den Flüssigkeitsverlust: Ein schlecht eingestellter Diabetes schwemmt über den Urin Wasser aus, entwässernde Medikamente (Diuretika) tun dasselbe, und bei mehreren Medikamenten summiert sich das. So entsteht ein Mangel oft unbemerkt, mit erhöhtem Risiko für Schwindel, Stürze und Infekte.

Deshalb lohnt es sich, den Flüssigkeitshaushalt aktiv im Blick zu behalten, statt auf das Durstgefühl zu vertrauen. Eine regelmässige Erinnerung hilft, rechtzeitig zu trinken.

Quellen: Li, Nutrients 2023; Hamrick, Mayo Clin Proc Inn Qual Out 2020; Hooton, JAMA Intern Med 2018.

Prävention

Warum ist es wichtig, sich ans regelmässige Trinken erinnern zu lassen?

Weil der Körper grosse Mengen Flüssigkeit auf einmal nicht gut zurückhalten kann. Die Nieren scheiden den Überschuss rasch wieder aus. Besser ist es, über den Tag verteilt öfter kleinere Mengen zu trinken. Das ist im Alter besonders wichtig, weil das Durstgefühl mit den Jahren nachlässt. Eine sanfte Erinnerung von CARU care hilft, regelmässig zu trinken, bevor ein Flüssigkeitsdefizit entsteht.

Regelmässig kleine Mengen, über den Tag verteilt Morgen Mittag Abend
Schematische Darstellung des empfohlenen Trinkverhaltens: Über den Tag verteilt regelmässig kleine Mengen statt selten viel auf einmal (keine Messdaten).
Quellen: Jones, Int J Sport Nutr Exerc Metab 2010; Durning, Physiologist Magazine 2021.